Es geht alles viel zu schnell
Argument: Es geht alles zu schnell, wir können uns so schnell nicht auf neue Lebensweisen umstellen. Wir lieben das Gewohnte und lassen uns das nicht nehmen.
Gegenargument:
- Botschaft 1: Entwicklung erfordert Veränderung
- Botschaft 2: Treibhausgasemissioinen müssen reduziert werden
- Botschaft 3: Ende der fossilen Brennstoffe
- Botschaft 4: Anpassung und Tempo ist ein Prozess
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Entwicklung erfordert Veränderung: Unsere Gesellschaft entwickelt sich im Bereich der Wirtschaft und ebenso verändert sich unserer Bevölkerung, wie Bevölkerungsanzahl und Qualifikationen in Bildung, Beruf und vielem mehr. Es ist verständlich, wenn der Klimawandel mit seinen Veränderungen als weitere Belastung empfunden wird. Besonders Herausforderungen bei Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbarer Energie bei Heizung oder Auto, werden als Belastung und zu schnellem Wandel empfunden.
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Treibhausgasemissionen müssen reduziert werden: Das ergibt sich aus der Notwendigkeit seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 36% gegenüber 2005 zu reduzieren Peceny, 2019. Um das zu erreichen gibt es 4 große Herausforderungen im Kontext der Entwicklung von Anpassungsstrategien:
- Anpassungsstrategien über Politikfelder zu integrieren: das bedeutet Maßnahmen setzten wie im Bereich Mobilität z.B. Reduzierung durch mehr Anreize für Öffis; oder geringere Höchstgeschwindigkeiten auf Bundesstrassen und Autobahnen da hier weniger CO2 ausgestossen wird; Umbau der Energieproduktion auf mehr an erneuerbarer Energien; Anreize für Umstieg auf Öffis durch Klimaticket und anderer Ersatzmaßnahmen wie Mitfahrgelegenheit, Car-Sharing; etc.
- Anpassungsstrategien über Verwaltungsebenen zu integrieren: das bedeutet bspw. den Naturschutz stärker in Entscheidungen berücksichtigen, Prüfungen wie UVP als Maßstab für Entscheidungen stärker integrieren; Entscheidungen wie z.B. Ankäufe mit Bunde- oder Landesmittel abhängig machen von umweltrelevanten Faktoren; Verringerung von bürokratischem Aufwand und zeitliche Verkürzung von Antragsverfahren.
- Wissen zu integrieren: Entscheidungen müssen faktenbasierend und transparant getroffen werden; Wissenbildung im Umweltbereich fängt schon in der Schule an und es sollte mehr Bewußtsein geschaffen werden
- Nicht staatliche Stakeholder bei der Erstellung und Umsetzung der Anpassungsstrategie einzubinden, also alle Betroffenen oder anders gesagt die für die gesamte Bevölkerung transparentere Entscheidungen treffen. Das bedeutet Bürgerpartizipation und Maßnahmen wie Abhaltung von Bürgerrätinnentreffen um Entscheidungen zu diskutieren und darüber demokratisch abzustimmen. Dadurch wird Wissen generiert und transparent gemacht, sowie die Themen auf die wesentlichsten reduziert.
- Ende der fossilen Brennstoffe: Eine Reduzierungen und Einschränkungen in der Nutzung fossiler Brennstoffe kann freiwillig oder per Gesetz getroffen werden, allerdings gibt es eine Reihe von Gegenargumenten, die zu berrücksichtigen sind z.B. in der Landwirtschaft der Betrieb von Maschinen; bei eingeschränkter Nutzungsmöglichkeit für den öffentlichen Verkehr; bei Wirtschaftsunternehmen, die von fossilen Energien derzeit noch abhängig sind bzw. bei der Änderungen zu erneuerbaren Brennstoffen hohe Investitionen aufbringen müssen, etc. Natürlich könnte die Verwendung von z.B. fossilen Brennstoffen verordnet werden,würde aber zu Ungerechtigkeiten - wie oben - und zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führen. Sinnvoll ist es daher durch Anreize und Förderungen sowie Wissensvermittlung die Betroffenen und auch die Bevölkerung zu stimulieren und zu überzeugen. Alternativen bieten sich für landwirtschaftliche Betriebe durch Verwendung von Biogas bzw. Bio-Treibstoffen. Offen ist, ob dadurch Emissionen genügend verringert werden, da Biogas ebennfalls CO2 verursacht (ca.25% von Erdgas) https://eps-bhkw.de/emissionen-biogas-faktencheck/ Ein Ersatz für fossile Brennstoffe ist wichtig zu beschaffen oder zu entwickeln, doch sind klare zeitliche Rahmenbedingungen gesetzlich zu setzen, um schrittweise diese Änderungen voranzutreiben.
Wenn dieser Wandel als technischer Fortschritt begriffen wird, ist dies auch vergleichbar mit der Entwicklung der Menschheit von der Dreifelderwirtschaft zur Fruchtfolgenwirtschaft (Fruchtwechselwirtschaft). Bei Ausbleiben dieser landwirtschaftlichen Entwicklungen hätte sich die Menschheit aus Mangel an Lebensmitteln früher reduziert. Wir dagegen zerstören uns bei Nichthandeln gegen die Klimakrise, durch das in Folge immer stärkerem Auftreten von Klimakatastrophen.
- Anpassung und Tempo ist ein Prozess: Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Prozess, der sich über längere Zeithorizonte erstreckt. Eine kontinuierliche Verbesserung des Wissensstandes und Erfahrungen in der Umsetzung sind Grundlage für ein stetes Lernen und die Voraussetzung für entsprechenden Erfolg.
https://www.grin.com/document/455997?lang=de http://climate-adapt.eea.europa.eu/countries-regions/countries https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/klimaschutz/anpassungsstrategie/oe_strategie.html https://eps-bhkw.de/emissionen-biogas-faktencheck/ Vergleich der Klimawandelanpassungsstrategien in Österreich, Deutschland und der Schweiz Autor Karl Peceny (Autor:in) 2019